Verkehrserziehung per App? Details, Vorteile und Möglichkeiten

Ein Blick auf die einschlägigen Statistiken zeigt auf, dass von etwa 327.000 Menschen, die im Jahr 2020 bei Verkehrsunfällen verletzt wurden, mehr als 22.000 unter 15 Jahre alt waren. In der Altersklasse zwischen 15 und 18 Jahren waren es immer noch knapp 16.000 Personen, die geschädigt wurden.

Allein anhand dieser Zahlen zeigt sich, wie wichtig es ist, schon früh auf eine verlässliche Verkehrserziehung zu setzen. Diese sollte selbstverständlich weitaus umfangreicher als die Regel „Bei Rot musst du stehen, bei Grün darfst du gehen!“ sein.

Immer mehr Eltern setzen in diesem Zusammenhang auf die Nutzung von Apps. Diese wurden an die Bedürfnisse der jungen Nutzer/-innen angepasst, sind weitestgehend selbsterklärend und erlauben es, die entsprechenden Inhalte zu festigen – teilweise sogar spielerisch.

Wie finde ich die richtige Verkehrserziehungsapp?

Mittlerweile gibt es viele Apps, die sich auf den Bereich der Verkehrserziehung für Kinder spezialisiert haben. Bei der Suche nach einer passenden Anwendung für den Nachwuchs ist es jedoch wichtig, einige Punkte zu beachten. Fragen, die mit Hinblick auf die finale Auswahl eine wichtige Rolle spielen, sind:

  • An welche Altersgruppe richtet sich die App?
  • Muss das Kind schon lesen können, um die App zu bedienen?
  • Werden die Inhalte spielerisch oder informativ vermittelt?
  • Für welche Endgeräte ist die Anwendung geeignet?

Wer sich hier ein wenig Zeit nimmt, um die verschiedenen Apps miteinander zu vergleichen, findet sicherlich schnell eine Anwendung, die optimal zum persönlichen Geschmack passt.

Gerade zu Beginn sollten die Kinder jedoch bei der Nutzung der App nicht auf sich allein gestellt sein. Wie so oft gilt auch hier, dass die Eltern ihrem Nachwuchs hier – im wahrsten Sinne des Wortes – über die Schulter schauen sollten.

Was macht eine gute App für Verkehrserziehung aus?

Da das Angebot rund um Verkehrserziehungsapps so vielseitig ist, fällt eine Auswahl oft schwer. Moderne Apps legen unter anderem großen Wert auf eine kindgerechte Darstellung und eine verständliche Vermittlung der Inhalte.

Häufig sorgen auch praktische Funktionen, wie zum Beispiel das Pausieren oder das Wiederholen, dafür, dass sich die Inhalte noch besser festigen können. Einige Apps betten das Übermitteln der Regeln auch in eine Handlung ein, so dass der Nutzer/ die Nutzerin eine Geschichte durchlebt und beispielsweise auf Wunsch auf die Position eines Busfahrers/ einer Busfahrerin, eines Fußgängers/ einer Fußgängerin usw. übernehmen kann.

Fest steht: bei Verkehrserziehung mit Hilfe von Apps handelt es sich um eine sinnvolle Ergänzung zur klassischen Sensibilisierung der Kinder im Straßenverkehr.

Immer mehr Anbieter setzen daher auf einen Mix aus unterschiedlichen Medien, unter anderem auch auf digitale Anwendungen, um die entsprechenden Inhalte noch anschaulicher und moderner vermitteln zu können.